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01.03.2013

In der "Werkstatt" meines Vertrauens...

Habe ich heute mal wieder eingecheckt. Wie wohltuend, wenn man die Räumlichkeiten kennt und das Procedere von Stationärer Patientenaufnahme bis über 'wir machen dann noch ein CT gefolgt von 'und nun noch bitte zum Anästhesiegespräch bitte' schon fast zur Routine geworden ist.
Diesmal habe ich einen einwöchigen Tuningaufenthalt geplant, das Lenkgestänge und die Achse benötigen Service. Soll heißen, in einer Doppel-OP ist zuerst die Instandsetzung des Ellenbogengelenks links und danach ein Nagelwechsel von UFN auf aufgebohrten Femurnagel, ohne Verriegelungsbolzn geplant.
Natürlich hatte es in der Nacht ausgiebig geschneit und "mein Haus" zeigte sich zum Abschied nocheinmal in winterlicher Atmosphäre. War ja klar! Zum Glück kann ich mich auf meinen Fahrdienst verlassen, der packt bei so einem Wetter dann einfach mal das große Auto aus und ab ging es an den Fluss. Ein kurzer Blick nach links zum Helistandort; keiner da, aber bei diesem Wetter bleibt Christoph 53 wohl eher am Boden.
Der Rest des Tages vergeht dann mt Warten; am längsten vor der Anästhesie, bei den anderen Stationen ging es relativ schnell. Da staunte die ärttin nicht schlecht, wie ich meinen Arm da ins CT zirkelte; platz ist in der kleinsten Hütte und der Rest von mir ist ja beweglich;-))
Der aufklärende Anästhesist muss ja am Abend auch kirre sein: so geschätzt fünfzig Mal am Tag das gleiche Gespräch zu führen. Na ja, wir haben es kurz gemacht; kenne das ja in und auswendig inzwischen!
Zurück auf Station dann erstmal ein Kaffee und eigentlich Ausruhen; kommt der Oberarzt vorbei und verkündet mir, dass der zum Einbau vorgesehene Nagel leider nicht eingetroffen ist:-((
Die geplante OP könne erst am Mittwoch, also einen Tag später stattfinden.
Und die OPs auf zwei Tage zu verteilen war keine Option, ist vielleicht auch besser so. Hab ich noch einen Tag Zeit bis zum BTM-Rausch;-)




30.05.2012

Rendevouz mit Giovanni Battista Monteggia?

In Realität wohl kaum, lebte dieser doch Ende 18. Anfang 19. Jahrhundert! Aber als Fraktur kann man ihm noch heute begegnen, einer meiner vielen Frakturen ist die sog. Monteggia-Fraktur des Ellenbogens.
Jaja, ich weiss, das ist jetzt nicht der Oberschenkel, aber wer hat gesagt, dass ich hier nur über eine Extremität schreiben würde;-))
Erstaunlicherweise hat Monteggia diese Fraktur das erste Mal schon 1813 beschrieben; als es noch keine Autos und dementsprechend auch noch keine Autounfälle gegeben hat.
Was ist eine Monteggia-Fraktur? Ein Kombinationsbruch von proximaler Elle mit Luxation des Radiusköpchens. Ensteht meist durch Unfall oder Sturz auf den gebeugten Ellenbogen.
Bei mir war es dann wohl die Krafteinwirkung des Lenkrades auf den Arm, denn ich sass ja hinter dem Steuer, als der Frontaleinschlag kam.
Was nicht nur die Monteggia-Fraktur zur Folge hatte, sondern zusätzlich noch eine supradiakondyläre Humerusfraktur, also eine Fraktur des Oberarms über beide Kondylen am Ellenbogen.
Man hätte sozusagen das komplette Ellenbogengelenk herausnehmen können.

Da die operative Versorgung dieser Verletzung in Bauchlage erfolgt, konnte ich mich in den ersten vier Wochen meines Klinikaufenthaltes eines externen Fixateurs erfreuen, und ich meine das ernst, das Ding war richtig praktisch. Viel leichter als ein Gips und wenn ich den linken Arm anders lagern wollte, konnte ich den Fixateur quasi als Griff benutzen.
Außerdem stehe ich ja auf Technik und mechanisches Spielzeug und so war das für mich längst nicht so gruselig anzusehen wie für manch einen meiner Besucher.
Nachdem meine Ärzte dann der Meinung waren, dass ich soweit wieder hergestellt sei, dass ich diese OP in Bauchlage überstehen würde, wurde sie durchgeführt. Der Gips, den ich dann eine Woche am Arm hatte, war dermassen schwer, dass ich den Arm kaum heben konnte. Aber das war so gewollt, man wollte, dass ich den Arm in absoluter Ruhelage lasse.
Danach bekam ich eine schicke Plasitk-Schale und mein Physiotherapeut hatte ein neues Gelenk zum Bearbeiten.
Inzwischen komme ich doch schon wieder an meine Nase und kann ein Glas zum Mund führen.
Wenn jetzt dann noch die Rotation des Unterarms nach eienr weiteren OP wiederhergestellt werden kann...... Aber das dauert noch ein Weilchen, bis das in Angriff genommen wird.